Halt’s Maul und lies!

DIE ÄRZTE lesen für Berliner Liveclubs aus FILs „Didi & Stulle“

Berliner Liveclubs veranstalten gemeinsam eine Lesung mit der Berliner Band die ärzte (ohne Rod). Bela & Farin lesen (ohne Rod und ohne Live-Publikum) im legendären Berliner Club SO36 aus „Didi & Stulle“, dem Meisterwerk des formidablen Berliner Comic-Tausendsassas Fil. Der Eintritt zur exklusiven Ausstrahlung der Lesung ist freiwillig und in der Höhe frei wählbar. Es gilt: Viel hilft viel. Alle Eintrittsgelder kommen renommierten Berliner Livekonzert-Clubs zu Gute, die Corona-bedingt geschlossen haben und um ihre Existenz kämpfen.

die ärzte lesen aus „Didi & Stulle“:

https://www.betterplace.me/dieaerztelesenfil

FAQ zur Lesung: https://www.bademeister.com/dieaerztelesenfaq

 

Hintergrund:

die ärzte sind Die Beste Band der Welt, kommen aus Berlin (aus Berlin!) und bestehen aus Bela B, Farin Urlaub und Rodrigo González.Fil ist Der Lustigste Mensch des Universums, Comiczeichner und -autor, Sänger, Entertainer, Genie und Wahnsinn und kommt aus Berlin.Didi & Stulle sind die berühmtesten Comicfiguren von Fil, hatten ihren ersten Aufritt Mitte der 80er-Jahre im Berliner Stadtmagazin Zitty, wo sie ab 1997 regelmäßig erschienen, und kommen aus Berlin.Das SO36 ist einer der bekanntesten Konzertclubs des Landes und existiert in dieser Form seit 1978. In Berlin.

Skalitzer Straße 85-86, Berlin Kreuzberg
Indie Pop
Konzert
Do 27. Oktober 2016
Konzert
Duerer
Support: Lidenbrock
Für dieses Konzert können Tickets ohne VVK-Gebühren auch im Privatclub Office erworben werden: Mo. - Fr. von 11 bis 16 Uhr, Skalitzer Str. 85-86, Toreinfahrt links, Aufgang A.

Genre: Indie Pop

Dürer war kein Maler, Dürer war ein Sehender. In den Strudeln einer durch Fron und Gottunterwürfigkeit weitgehend erblindeten Gesellschaft fand er Maß und Proportion, schuf wahrheitsgetreue Abbilder vom Alltäglichen, erhob es zum Besonderen. Der klare und wertfreie Blick auf das Leben fasziniert uns heute mehr, als seine eigentliche künstlerische Fertigkeit.

Gegenwart. Fron sei Franchise, Gott sei Technokrat. Wir sind informiert über äußere und innere Welten, sind aufgeklärt. Jeder Wunsch ist erfüllt. Blind sind wir geblieben. Maßlos. Doch etwas davon, vom Blick auf das Bereichernde und wirklich Wichtige, ist noch da. Der Blick auf das Leben und das Sein. Als Erbe. Als Idee.

Das Schaffen der Band DUERER begann im Sommer 2012 als reines Studioprojekt des Songwriters Daniel Matz und Texters Danny Müller-Sixer. Ihrer musikalischen Perspektivlosigkeit geschuldet, hatten es sich die beiden Freunde zur Aufgabe gemacht, die deutsche Musikszene aufzumischen. Den ersten selbst produzierten Songs folgten im Sommer 2013 mehrere Liveauftritte und aus dem Studioprojekt wurde ein Bandprojekt. Die eingängigen Indie-Hymnen der sechs Jungs ziehen ihre Kreise. Wandern zeitlos mit straighten Gitarren ins Ohr der Hörer, bedächtig und zugleich unglaublich kraftvoll. Nach der Veröffentlichung ihres Debüts „Melancholische Euphorie“ und der Teilnahme am Bundesvision Song Contest 2014 erschien am 25.03.16 eine weitere 6-Track EP, die den Namen „Luftschloss“ trägt. Ihr Sound, melancholisch und doch euphorisch! – Denn, was ist besser, als sich seiner Fehler, seiner Sehnsucht bewusst zu werden, nicht gleich zu handeln, gegenzusteuern? Es reicht doch, zu erkennen, wie die Dinge sind. Wie schön! Nichts anderes wollte Dürer. Und in dieser Tradition wird mit Gitarre und Mikrofon weitergezeichnet.

Lidenbrock

Ein voller Club an einem Samstag Abend und mitten auf der Tanzfläche ein weiches, frischbezogenes Bett – so in etwa fühlt sich Lidenbrock an.

Denn auf der einen Seite machen Lidenbrock absolut tanzbare Musik. Auf der andere Seite ist da die Stimme von Sänger Julius, die einen ganz nah ran holt und irgendwo zwischen intimer Konzentration und absoluter Entspannung hält. Wie ein guter Gastgeber führt sie durch einen Sound, der mit Klischees so sicher und raffiniert spielt, wie die vier Musiker ihre Instrumente. Dazu kommen deutsche Texte, mal dicht metaphorisch, mal leicht und aufatmend. Sie erzählen von Kleinstadtödnis, von alkoholverschmierten Erinnerungen und natürlich von der Liebe. Zusammen ergibt das eine Mischung, die so eigen und dabei so homogen klingt, wie die Vier auch live rüberkommen. Denn die Jungs leben unter einem Dach, teilen sich Wohnzimmer und Studio genauso wie die Sojamilch im Kühlschrank.

Es ist diese Mischung aus Vertrautheit und Eigenart, die Lidenbrock zum treuen Begleiter in den eigenen Lebensschieflagen macht. Es sind diese Lieder, die

einen später an den einen Sommer, die eine verdammte Trennung, das eine große Abenteuer erinnern.

Örtlicher Veranstalter: Milchmädchen Musikkultur