Halt’s Maul und lies!

DIE ÄRZTE lesen für Berliner Liveclubs aus FILs „Didi & Stulle“

Berliner Liveclubs veranstalten gemeinsam eine Lesung mit der Berliner Band die ärzte (ohne Rod). Bela & Farin lesen (ohne Rod und ohne Live-Publikum) im legendären Berliner Club SO36 aus „Didi & Stulle“, dem Meisterwerk des formidablen Berliner Comic-Tausendsassas Fil. Der Eintritt zur exklusiven Ausstrahlung der Lesung ist freiwillig und in der Höhe frei wählbar. Es gilt: Viel hilft viel. Alle Eintrittsgelder kommen renommierten Berliner Livekonzert-Clubs zu Gute, die Corona-bedingt geschlossen haben und um ihre Existenz kämpfen.

die ärzte lesen aus „Didi & Stulle“:

https://www.betterplace.me/dieaerztelesenfil

FAQ zur Lesung: https://www.bademeister.com/dieaerztelesenfaq

 

Hintergrund:

die ärzte sind Die Beste Band der Welt, kommen aus Berlin (aus Berlin!) und bestehen aus Bela B, Farin Urlaub und Rodrigo González.Fil ist Der Lustigste Mensch des Universums, Comiczeichner und -autor, Sänger, Entertainer, Genie und Wahnsinn und kommt aus Berlin.Didi & Stulle sind die berühmtesten Comicfiguren von Fil, hatten ihren ersten Aufritt Mitte der 80er-Jahre im Berliner Stadtmagazin Zitty, wo sie ab 1997 regelmäßig erschienen, und kommen aus Berlin.Das SO36 ist einer der bekanntesten Konzertclubs des Landes und existiert in dieser Form seit 1978. In Berlin.

Skalitzer Straße 85-86, Berlin Kreuzberg
Pop
Konzert
So 6. Oktober 2019
Konzert
Luca Vasta
STELLA Release Tour 2019

Genre: Pop

„Stella“, Luca Vastas neues Album, wurde an einem unspezifischen Ort geboren. Jenseits sprachlicher und nationaler Grenzen, gänzlich dem Vielfaltsgedanken zugewandt, fand Luca Vasta zu sich selbst, zu neuer Selbstbestimmung als Künstlerin, Sängerin, Komponistin und Charakter. Ein Merkmal, das ihre neuen Songs stolz und selbstbewusst nach vorne preschen lässt. „Ehe ich die Platte zusammen mit meinem Produzenten Philipp Steinke schrieb und konzeptionierte, hatte ich mir ein klares Ziel gesetzt: ich wollte etwas schaffen, was es in diesem Moment in dieser Form nicht gibt“, sagt Luca. Wie auch? Es gibt ja nur eine Luca Vasta, will man an diesem Punkt am liebsten einwerfen. Aber es brauchte mehr als eine Zielsetzung. Lucas Mut, autonom von großen Plattenfirmen und Marketingleuten in jedem Punkt der Albumentstehung, von den Studiosessions, über die Cover-Gestaltung bis hin zum Foto-Shooting, Regie zu führen, zahlte sich aus. „Stella“ ist ein Musica Festa Italiana, weil in der Platte eben keine zeitgeistigen Italo-Klischees bedient werden. Viel mehr standen originelle Cantautori wie Lucio Battisti und der Filmkomponist Nino Rota Pate für „Stella“.

Aber auch Film Noir und die französische Yéyé-Popauffassung des großen Serge Gainsbourg, lugen neben der Nonchalance des dunklen Schlagers der 60’s hier und da in „Stella“ hervor.

Sämtliche der 11 neuen Songs verströmen das unwiderstehliche, sinnliche Odeur des Castello Vasta. Der Titel „Old Italian Songs“ ist Programm: Luca Vasta greift die Canzone-Kultur auf, deutet sie modern, beraubt sie aber nicht ihres Charakters.

Es gibt viele großartig-antizyklische Momente auf dem Album. Während die Pop-Gegenwart praktisch keine harmonischen Deutungen mehr kennt, feiern die Akkorde auf „Stella“ ein zeitlos-schönes Freudenfest. Man kann sie auch als Wegweiser verstehen: ist das Stakkato einmal ausgetanzt, wächst die Sehnsucht nach großen, breitwand-artigen Arrangements. Der trägt „American Dream“ mit 60’s-Beat und atemberaubend orchestrierten Chören Rechnung. Eine politische Dimension misst Luca Vasta dem „Märchen“-Song, wie sie ihn augenzwinkernd nennt, übrigens nicht bei. Vielmehr wird darin über die riesige Auswanderungswelle von Sizilianern in den 70er-Jahren Richtung Amerika aus der Perspektive einer verliebten jungen Frau erzählt. Das erste Knutschen, die erste Zigarette, die erste Rollerfahrt – vor aufbegehrender Energie berstet „Modica“, der fröhliche Opener des Albums. Die heiße, sommerliche Luft Siziliens, und die Gerüche der Insel lässt Luca darin förmlich schmecken und riechen. Ihre Geschichten packt Luca Vasta nicht mit Fingerspitzen an. Als Lebensneugierige ist sie jeweils mittendrin, mit jeder Faser ihres Seins. Abwechselnd mit angezogenem Tempo, dann aber auch mit der Stille als bestem musikalischen Ratgeber, hat sie ein vielfältiges Album geschaffen. Auf „Stella“ gibt es viel zu entdecken – vor allem den mitreißenden Charme der Geschichtenerzählerin Luca Vasta.

Im September und Oktober wird sie das Album erstmals mit ihrer Band Live präsentieren.