News zur aktuellen Lage

Liebe Gäste.

Auf Grund der Verordnung des Berliner Senats, müssen auf Grund der Corona Virus Krise auch alle Clubs und Konzertstätten ab Samstag, den 14.März 2020 bis einschließlich 19.April 2020 schließen. Es ist für alle eine schwierige Zeit und wir sind sehr traurig über dass, was gerade passiert. Trotzdem sind wir voller Zuversicht und hoffen, dass wir euch, sobald diese schwierige Zeit überstanden ist, wieder bei uns im Privatclub bei tollen Konzerten und Parties begrüßen dürfen.

Wir wünschen Euch solange allen viel Glück, Mut und vor allem Gesundheit. Euer Privatclub Team

Skalitzer Straße 85-86, Berlin Kreuzberg
Indie
Konzert
Di 26. Februar 2019
Konzert
Odetta Hartman

Genre: Indie

Odetta Hartmans neues Album „Old Rockhounds Never Die“ ist ein wundervolles Sammelsurium, dem man anmerkt, dass die New Yorkerin ihre universitäre Abschlussarbeit über den legendären Soundsammler Alan Lomax geschrieben hat. Hartman arbeitet genauso gern mit Field Recordings und trägt ihr Aufnahmegerät stets bei sich, wie sie die Klänge und Töne auf der Platte häufig aus dem Alltag fischt. Aus dem Rauschen des Wasserhahns wird die Snare Drum und eine Pfeffermühle benutzt sie ebenso selbstverständlich als Perkussionsinstrument wie Schlüssel, die entlang der Heizung klappern, und Pistolenschüsse. Entscheidend dabei ist, dass das niemals zum Jux oder Selbstzweck wird, sondern immer im Dienste der Musik steht. Das unterscheidet Hartman von anderen simplen Sample-Königen: Sie entwickelt eine neue Ton- oder Geräuschsprache und fügt sie nahtlos in ihre elektronisch verfremdete Klangwelt ein, die sie wahlweise als „Cowboy Soul“ oder „Future Folk“ bezeichnet. Sie spielt ihre Instrumente selbst, die quietschende Violine, das lustige Banjo, das klimperige Western-Piano, alles.

Keinesfalls darf dabei die Arbeit ihres Produzenten Jack Inslee unterschätzt werden, mit dem sie gemeinsam all die Töne zu einem zutiefst harmonischen und wunderbar einheitlichen Gebilde zusammengefügt hat – bis hin zum Ende, dem ruhigen Ausklingen im Vogelgezwitscher; wären da nur nicht die seltsam verfremdeten Intro und Outro, die fast wie eine Rahmenhandlung das Geschehen umschließen. Odetta Hartman – sehr passend übrigens benannt nach der Folk-Göttin und Stimme des Civil Rights Movements Odetta Holmes – singt, flüstert, krächzt, heult und schreit dazu über eine Vielfalt von Themen und über Beats, die sie selbst zusammengebastelt hat und dabei genauso Gespür für HipHop beweist wie für verquere Blues-Rhythmen. Ob das Folk für den Rest des 21. Jahrhunderts ist oder eine neue urbane Landlust-Musik, sollen andere entscheiden.

Ganz sicher aber ist das, was Odetta Hartman hier vorlegt, große Kunst, und man darf gespannt sein – in diesem Fall stimmt diese Floskel wirklich – wie sie ihre Musik im Februar live umsetzt.

Örtlicher Veranstalter: Loft Concerts