Für einen Besuch im Privatclub Berlin gelten aktuell folgende Corona-bedingte Auflagen:
2G+: Impfnachweis nur noch per QR-Code (App oder auf Papier) oder Genesungsnachweis plus tagesaktueller Antigen Schnelltest.
Kontaktdaten: Luca App, Corona Warn-App oder per Formular
Dafür aber kein Abstand und keine Masken.

Wir hoffen, dass es bald wieder möglich sein wird, Euch alle wieder als Gäste begrüßen zu können.

Skalitzer Straße 85-86, Berlin Kreuzberg
Alternative, Post-Punk
Konzert
Di 26. April 19:00
Konzert
Working Men’s Club

Genre: Alternative, Post-Punk

Der Trades Club in Hebden Bridge im britischen West Yorkshire war einmal das, was in England ein „working men’s club“ genannt wurde. Hier gab es allerdings nicht nur das gepflegte Pint mit der Kollegenschaft, sondern auch handfeste Bildung, Kulturveranstaltungen, Diskussionen, Gewerkschaftstreffen, sozialistische Arbeitskreise und anderes. Später wurden aus vielen dieser „working men’s clubs“ Jugendtreffs und Konzertvenues – im Falle des Trades Club sogar ein Laden mit einem geradezu legendären Ruf. Dort spielten zahlreiche New-Wave, Punk- und Post-Punk-Bands, frühe Afrobeat-Acts machten Station und auch Krautrock konnte einem dort begegnen. Sydney Minsky-Sargeant, Bandleader der Band Working Men’s Club, verdankt dem Trades Club einen Großteil seiner musikalischen Sozialisation – was ihn und seine Mitstreiter*innen drauf brachte, die eigene Band als Hommage Working Men’s Club zu nennen. Warum wir das so ausführlich erzählen? Weil all das in der DNA der Band steckt und auf den zehn Songs des selbstbetitelten Debütalbums deutlich zu hören ist. Oft werden sie als Post-Punk-Band bezeichnet, aber das greift viel zu kurz: der Song „Valleys“ beispielsweise lässt anfangs an die Band „Neu!“ denken und kriegt dann einen kühlen Goth-Glanz. „White Rooms and People“ hat zunächst diese übergroße New Wave-Sehnsucht, kippt dann kurz in die Nullerjahre-Indie-Schule, lässt die schnodderige Intelligenz von Pulp aufblitzen und dreht im Refrain dann noch einmal auf New Wave. „Cook a Coffee“ wiederum ist lärmend, stoisch, rotzig, punkig und hat eher Idles-Vibes. Dass dieser kontrollierte Ritt durch die Stile bei Working Men’s Club absolut Sinn macht und in jeder Sekunde – ob live oder auf Platte – überzeugt, ist ihr größter Verdienst.

Örtlicher Veranstalter: MCT Agentur GmbH